Gespräch

Es dient der Klärung, der Zielorientierung und fokussiert sich schließlich auf Lösungen. Durch den flexiblen Umgang mit den menschlichen Seinsebenen – Bewusstes, Vorbewusstes, Unbewusstes – fordert es dazu heraus, die bislang ungelebten Gebiete des Geistes und der Seele kennenzulernen und sie in ihrer Kraft zu erfahren und zu entfalten.

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Imagination

Die Imagination, die Vorstellungskraft, wurde von Kant definiert als ein Vermögen des Menschen, sich einen Gegenstand vorzustellen, der nicht mehr vorhanden ist, oder aber auch etwas sich vorzustellen, was noch nie vorhanden war. Es geht um die reproduktive Fantasie einerseits, die in Zusammenhang mit Gedächtnis und Wahrnehmung steht, und um die produktive Fantasie, eine spontane Form der Vorstellung als Aspekt des Schöpferischen, die wir mit Freiheit und Gestaltung verbinden. Die Vorstellungskraft ist auch eine Möglichkeit, mit Bildern, die uns ergreifen und uns Sinnerfahrung vermitteln in Kontakt zu kommen, sie zu meditieren, sie zu gestalten, sie wirksam werden zu lassen für den Alltag.

So gesehen kann man Imagination auch verstehen als Verbindung von Innen und Aussen (Verena Kast).

In der Imagination wird die Welt abgebildet, wie wir sie emotional erleben – und deshalb sind Imaginationen diagnostisch wertvoll. Imaginationen sind eine Aussage wie der Mensch im Moment die Welt erlebt.

Es geht dabei um die innere Begegnung und Erfahrung von Bildern und Symbolen. Sie sind Ausdruck unserer inneren Kräfte, der bedrohlichen ebenso wie der beglückenden, der sinnverweigernden ebenso wie der sinnvollen. Sie zeigen die Ursachen, die einen Menschen an der Entfaltung seiner Möglichkeiten hindern, sie zeigen aber auch die Werte und Potentiale, auf die es im Leben ankommt.

Das Ziel von Imaginationen ist es über diese Bilder und Symbole verborgene Potenziale zu erleben und sie in konkretes Leben zu übersetzen oder auch Lebensblockaden, wie Traumata, Krankheit und belastende Situationen zu lösen.

Das existenzanalytisch interpretierte Enneagramm

Das Enneagramm beschreibt neun verschiedene Persönlichkeitstypen und ihre
Beziehungen. Es zeigt die unterschiedliche Art zu denken, empfinden, fühlen und handeln der einzelnen Typen auf. Das Enneagramm stellt eine Hilfe dar mit sich selbst und anderen differenzierter, nüchterner, klarer und freier umzugehen.

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Voice Dialogue

Voice Dialogue ist eine Methode der systemischen Psychologie. Sie wurde als kraftvolle Methode von dem amerikanischen Psychologen-Ehepaar Drs. Hal und Sidra Stone erarbeitet und seither kontinuierlich weiterentwickelt.

Dabei tritt der Klient mit verschiedenen Persönlichkeitsanteilen (Selbste) in Verbindung indem er dafür auch verschiedene Plätze im Raum einnimmt. Nach jedem Dialog mit einer Teilpersönlichkeit kehrt der Klient zu seinem Ausgangsplatz dem „Bewussten Ich“ zurück. Nur ein bewusstes Ich ermöglicht die nötige Distanz zu den Teilpersönlichkeiten. Dadurch übernimmt der Klient selbst die Führung anstatt sich von gegensätzlichen Anteilen hin und her zerren zu lassen. Dies erweitert wiederum das Spektrum der selbstbestimmten Handlungsoptionen.

Diesen Prozess nennen Hal und Sidra die aktive Entwicklung eines Bewussten Ichs („aware ego process“).